Der Sommer zeigte sich von seiner schönsten Seite, als die 22 Schülerinnen und Schüler der BZ11 nach Berlin aufbrachen. Begleitet von Frau Westemeyer und Herrn Ländner standen vier ereignisreiche und vor allem sommerlich heiße Tage bevor.
Nach der Ankunft erwartete die Reisegruppe direkt eine zweistündige Tour durch Berlin-Mitte. Vorbei an den touristischen Hotspots Reichstagsgebäude, Brandenburger Tor und Holocaust-Denkmal gab es während der Führung auch Informationen zur deutsch-deutschen Geschichte. Eine geteilte Stadt – welch unvorstellbarer Gedanke aus heutiger Perspektive.
Nirgends lässt sich die Teilung der Stadt so nahbar erfahren wie an der Bernauer Straße. Die Mauer verlief hier durch Wohngebäude hindurch – die Haustür im Osten, der Gehsteig auf der anderen Seite im Westen. Am 13. August 1961 – dem Tag des Mauerbaus – sprangen hier viele von der eigenen Wohnung in die Freiheit. In einer Art Freilichtmuseum zeigt die Gedenkstätte Berliner Mauer das Leben und Leiden im geteilten Berlin.
Die Würzburger Wahlkreisabgeordnete Hülya Düber musste ein persönliches Treffen aufgrund von Terminen im Wahlkreis absagen. Zwei ihrer Mitarbeitenden sprangen ein und referierten im Paul-Löbe-Haus über die Arbeit als Abgeordnete. Nach einer Besichtigung des Plenarsaals folgte der Weg aufs Dach des Reichstagsgebäudes. Die Kuppel war an diesem Tag aufgrund der Hitze leider nicht begehbar.
Die Hitze sollte uns auch am nächsten Tag begleiten. Der bisher heißeste Tag des Jahres begann im klimatisierten Futurium. Hier drehte sich alles um das Leben in der Zukunft. Wie wohnen wir? Welche Baustoffe verwenden wir? Wie verändert sich die Baubranche im Allgemeinen? Nach einem kurzen Abstecher zur East-Side-Gallery wartete eine Baustellenbesichtigung in der neuen Europacity nördlich des Berliner Hauptbahnhofs. Dank der Firma omniCon durften wir ein 85 Meter hohes Bürogebäude besuchen und gewannen neben wertvollen Einblicken in eine Großbaustelle auch einen unbezahlbaren Blick über die Stadt. Die Außenaufzüge sorgten bei den Schülerinnen und Schülern für die ein oder andere Grenzerfahrung.
Für das Vertrauen, für die Motivation, für das Durchhaltevermögen, einfach für alles – danke an die Klasse der BZ 11.
M. Ländner